Der klare wissenschaftliche Konsens ist, dass Impfungen weder ursächlich noch statistisch mit Autismus zusammenhängen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC änderte jedoch ihre offizielle Kommunikation und betont stattdessen, dass ein Zusammenhang nicht ausgeschlossen werden könne. Ein internationales Forschungsteam aus Wien, Erfurt, Hamburg und Kopenhagen unter der Leitung von Robert Böhm, Psychologe und Co-Direktor des Forschungsverbundes Gesundheit in Gesellschaft, hat nun die Folgen dieser geänderten Kommunikation untersucht.
Die Wissenschafter*innen kamen zu eindeutigen Ergebnissen: Personen, die diese Fehlinformation gelesen hatten, zeigten eine geringere Bereitschaft, sich impfen zu lassen. Darüber hinaus sank ihr Vertrauen in die Gesundheitsbehörde und wissenschaftsfeindliche Einstellungen wurden nahmen zu. Die Ergebnisse wurden aktuell im renommierten Fachmagazin Science veröffentlicht.
Der Appell der Forschenden: Gesundheitskommunikation transparent dokumentieren, sorgfältig an Evidenz ausrichten und wenn möglich, auf Verständnis in der Bevölkerung testen.