MasterMatch
Die Matching-Plattform MasterMatch fördert transdisziplinäre Zusammenarbeit und gesellschaftlich relevante Forschung.
MasterMatch verbindet Master-Studierende der Universität Wien, die eine Abschlussarbeit aus dem Themenbereich Gesundheit/Medizin schreiben möchten, mit Praxispartner*innen aus Gesundheitswesen, Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung oder Wirtschaft, die Forschungsfragen aus ihren Arbeitsbereichen zur Verfügung stellen.
Themenfindung und Matching
Praxispartner*innen können zweimal im Jahr (zum 28. Februar und zum 30. September) Fragen einreichen, zu denen sie studentische Forschung initiieren möchten. Das können bereits sehr konkrete, aber auch erst grob umrissene Fragen sein, die im Rahmen der Kooperation präzisiert werden.
Der Forschungsverbund trägt die Themen an seine Mitglieder und deren Mitarbeitende heran, um für möglichst viele Themen Betreuungspersonen zu gewinnen. Die Liste der Forschungsfragen und Betreuungspersonen wird anschließend auf der Website des Forschungsverbunds veröffentlicht und den Studierenden bekannt gemacht.
Studierende, die sich für eine bestimmte Forschungsfrage interessieren, sind für die weiteren Schritte verantwortlich:
- Wenden Sie sich direkt an die bei Ihrem Wunschthema angegebene Betreuungsperson.
- Wenn die Betreuungsperson der Zusammenarbeit zustimmt, melden Sie sich per E-Mail an healthinsociety(at)univie.ac.at beim Forschungsverbund. Nennen Sie Ihren Namen, Ihre Studienrichtung, das gewählte Thema und die Betreuungsperson.
- Sie erhalten per E-Mail die Kontaktdaten der Praxispartner*in, die auszufüllende Kooperationsvereinbarung, den Antrag auf finanzielle Unterstützung sowie einen Link zur ersten Online-Evaluierung.
- Organisieren Sie das erste gemeinsame Treffen mit der Betreuungsperson und dem*der Praxispartner*in. Unterzeichnen Sie gemeinsam die Kooperationsvereinbarung.
- Senden Sie die ausgefüllten und unterschriebenen Dokumente an healthinsociety(at)univie.ac.at zurück.
Verfügbare Themen
| Praxispartner*in/Organisation | Thema | Mögliche Betreuungsperson(en) | Status |
|---|---|---|---|
| AFYA – Verein zur interkulturellen Gesundheitsförderung | Evaluierung von „Eltern stärken“, einem interkulturellen Programm zur Stärkung von Eltern nach Flucht und Migration | Susanne Schwab, Zentrum für Lehrer*innenbildung, susanne.schwab(at)univie.ac.at | verfügbar |
| AFYA – Verein zur interkulturellen Gesundheitsförderung | Evaluierung von „STARK“, einem Projekt zur Förderung eines gewaltfreien und emotional stärkenden Miteinanders an Schulen | Susanne Schwab, Zentrum für Lehrer*innenbildung, susanne.schwab(at)univie.ac.at | verfügbar |
| Fonds Soziales Wien (FSW) | Resilienzforschung: Resilienz der Besucher*innen von Tageszentren, Beitrag zur Suizidprävention | verfügbar | |
| Fonds Soziales Wien (FSW) | Gerontopsychologie: Hat der Besuch eines Tageszentrums Auswirkungen auf das Selbstbild von Senior*innen? Ändert sich dieses im Verlauf? | Selma Korlat, Institut für Psychologie der Entwicklung und Bildung (Psychologie des Alterns), selma.korlat(at)univie.ac.at | in Abstimmung |
| Fonds Soziales Wien (FSW) | Gesundheits- und Verhaltenspsychologie: Emotionen, Glück, Zufriedenheit, Selbstbild der Besucher*innen von Tageszentren | Selma Korlat, Institut für Psychologie der Entwicklung und Bildung (Psychologie des Alterns), selma.korlat(at)univie.ac.at | verfügbar |
| Fonds Soziales Wien (FSW) | Nutzung von VR-Brillen in der Betreuung von Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf, ggf. mit Schwerpunkt Demenzerkrankte | Katharina T. Paul, Institut für Politikwissenschaft, katharina.t.paul(at)univie.ac.at | verfügbar |
| Fonds Soziales Wien (FSW) | Telepflege: Studienlage, Best-practice-Beispiele, Einsatz in Österreich | verfügbar | |
| Fonds Soziales Wien (FSW) | Pflegeausbildung: Untersuchung der Absolvent*innenströme und Motivation für/gegen Langzeitpflege | verfügbar | |
| Fonds Soziales Wien (FSW) | Glücksforschung: Glücksempfinden und Gesundheit der Besucher*innen von Tageszentren | verfügbar | |
| Fonds Soziales Wien (FSW) | Alternative Wohnformen für Senior*innen | María Fernanda Olarte-Sierra, Institut für Kultur- und Sozialantropologie, mafe.olarte-sierra(at)univie.ac.at | verfügbar |
| Fonds Soziales Wien (FSW) | Gesundheitliche Auswirkungen von Einsamkeit und Geselligkeit bei Senior*innen | in Abstimmung | |
| Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) | Behandlung finden | verfügbar | |
| Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) | Wartezeiten in einer Ambulanz: Wie kann man Patient*innen motivieren, zum vereinbarten Untersuchungstermin zu erscheinen? | Robert Böhm, Institut für Arbeits-, Wirtschafts-, und Sozialpsychologie, robert.boehm(at)univie.ac.at | vergeben |
| MA 24, Büro für Frauengesundheit und Gesundheitsziele der Stadt Wien | Nicht-Inanspruchnahme gynäkologischer Vorsorgeuntersuchungen durch ältere Frauen: Ursachen, Auswirkungen, Frauenbild, Gegenstrategien |
| vergeben |
Stipendium für Studierende
Der Forschungsverbund unterstützt Studierende auf Wunsch mit einem Stipendium von 500,– Euro. Dieser Betrag wird in zwei Tranchen ausgezahlt:
- 250,– Euro nach der Übermittlung der Kooperationsvereinbarung an den Forschungsverbund
- 250,– Euro nach Übermittlung der Abschlussarbeit und des Policy Briefs
Zusammenarbeit im laufenden Forschungsprojekt
Die Kooperation findet zwischen der*dem Studierenden, der Betreuungsperson und der*dem Praxispartner*in statt.
Es bleibt den Kooperationspartner*innen überlassen, wie sie ihre Zusammenarbeit konkret gestalten. Empfehlenswert sind mindestens vier Treffen:
- Fragestellung schärfen, anpassen oder erweitern; Rahmenbedingungen, Wünsche und Erwartungen diskutieren und in der Kooperationsvereinbarung (siehe Vorlage) festhalten; danach Kooperationsvereinbarung unterschreiben
- Ausgearbeitetes Forschungskonzept diskutieren und weitere Schritte besprechen (etwa Vermittlung von Interviewpartner*innen, Zugang zu Datenbanken, etc.)
- Zwischenstand und offene Fragen besprechen
- Ergebnisse besprechen (vor oder nach Abgabe der Master-Arbeit)
Nachdem der*die Studierende die Master-Arbeit und das Policy Brief an den Forschungsverbund übermittelt hat, veröffentlicht der Forschungsverbund beide Dokumente auf seiner Website und zahlt die zweite Tranche des Stipendiums aus. Damit ist die Zusammenarbeit abgeschlossen.
Aufgaben der Kooperationspartner*innen
Studierende*r:
- Zu Beginn der Zusammenarbeit übermitteln Sie die unterschriebene Kooperationsvereinbarung an den Forschungsverbund.
- Sie verfassen die Master-Arbeit und das Policy Brief (eine allgemein verständliche kurze Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und praktischen Bedeutung der Arbeit). Falls nicht anders vereinbart, stellen Sie beide Dokumente innerhalb von 18 Monaten ab Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung fertig.
- Nach Fertigstellung übermitteln Sie die Master-Arbeit und das Policy Brief an den Forschungsverbund.
- Sie laden den*die Praxispartner*in zur Defensio Ihrer Arbeit ein.
- Evaluierung von MasterMatch: Zu Beginn und nach Abschluss der Zusammenarbeit sowie einmal pro Semester währenddessen füllen Sie einen kurzen Online-Fragebogen des Forschungsverbundes aus.
Betreuungsperson:
- Sie übernehmen die volle Betreuung der Abschlussarbeit.
- Evaluierung von MasterMatch: Zu Beginn und nach Abschluss der Zusammenarbeit füllen Sie einen kurzen Online-Fragebogen des Forschungsverbundes aus.
Praxispartner*in:
- Sie ermöglichen den Zugang zu Daten und teilen Ihre Expertise.
- Sie übernehmen keine Betreuungsaufgaben, sind aber für Austausch bereit und verfügbar.
- Evaluierung von MasterMatch: Nach Abschluss der Zusammenarbeit füllen Sie einen kurzen Online-Fragebogen des Forschungsverbundes aus.
FAQ
Grundsätzlich kann jede betreuungsberechtigte Person Ihrer Studienrichtung eine Masterarbeit betreuen. Die auf der MasterMatch-Seite gelisteten Personen haben sich aktiv dazu bereiterklärt, Masterarbeiten zu den jeweiligen Themen zu betreuen. Sie können jedoch auch selbst Lehrende aus Ihrem Fachbereich ansprechen, um eine Betreuung zu einem MasterMatch-Thema zu vereinbaren.
Dies hängt von den jeweiligen Curricula der Masterstudien ab. In der Regel ist eine fachfremde Betreuung nur eingeschränkt oder nicht zulässig. Bitte prüfen Sie hierzu Ihr Mastercurriculum sowie die studienrechtlichen Vorgaben und kontaktieren Sie bei Bedarf Ihre SPL.
Ja. MasterMatch basiert darauf, dass unsere Praxispartner*innen aus Gesundheitswesen, Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung oder Wirtschaft Themen aus ihren Arbeitsbereichen zur Verfügung stellen, um Forschung zu praktisch relevanten Inhalten zu ermöglichen. Um Ihre Masterarbeit über MasterMatch zu schreiben, ist daher eines der vorgegebenen Themen zu wählen. Auf dieser Grundlage können Sie anschließend Ihre eigene konkrete Fragestellung entwickeln.
Wenden Sie sich direkt an die bei Ihrem Wunschthema angegebene Betreuungsperson oder kontaktieren sie Lehrende aus Ihrem Fachbereich, um eine Betreuung zu einem MasterMatch-Thema zu vereinbaren. Wenn die Betreuungsperson der Zusammenarbeit zustimmt, melden Sie sich bitte per E-Mail an healthinsociety(at)univie.ac.at beim Forschungsverbund und geben Sie Ihren Namen, Ihre Studienrichtung, das gewählte Thema sowie die Betreuungsperson bekannt.
Die Anzahl der Treffen wird individuell vereinbart und in der Kooperationsvereinbarung dokumentiert. Unsere Empfehlung ist, den Prozess über vier begleitende Treffen hinweg zu gestalten:
- Ein Treffen zur Präzisierung der Forschungsfragen und der Rahmenbedingungen der Arbeit;
- ein zweites Treffen, bei dem Sie Ihr darauf basierendes Studiendesign und Ihren genauen Forschungsplan vorstellen und Feedback dazu einholen;
- ein drittes Treffen, um den aktuellen Stand und offene Fragen zu besprechen;
- und ein viertes Treffen (entweder vor oder nach Abgabe Ihrer Arbeit), bei dem Sie die Ergebnisse vorstellen.
- Übermittlung der unterzeichneten Kooperationsvereinbarung an den Forschungsverbund
- Verfassen der Masterarbeit und eines Policy Briefs (allgemein verständliche Kurzzusammenfassung der zentralen Ergebnisse und ihrer praktischen Relevanz)
- Übermittlung von Masterarbeit und Policy Brief an den Forschungsverbund
- Einladung der Praxispartner*innen zur Defensio
Praxispartner*innen stellen den Zugang zu Daten und relevanter Expertise zur Verfügung. Sie übernehmen keine Betreuungsaufgaben, stehen aber für regelmäßigen Austausch bereit.
Durch die Kooperation mit externen Praxispartner*innen bietet MasterMatch die Möglichkeit Forschung zu gesellschaftlich relevanten Themen zu betreiben und mit den Ergebnissen tatsächlichen praktischen Nutzen zu erzeugen.
Außerdem erhalten Sie durch die Teilnahme ein Stipendium von 500,– EUR, die Sie zum Beispiel für Datenerhebungskosten oder Teilnehmer*innenvergütung nutzen können.